Ölförderung in Brasilien: Ausländische Investitionstätigkeit trifft auf lokale Regulierung
Vor 25 Jahren assoziierte man mit Brasilien lediglich Traumstrände und Tourismus, aber das Land hat sich gewandelt – von einem bloßen Touristenziel zum führenden Wirtschaftsstandort Lateinamerikas.
Als einer der BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) hat sich Brasilien zu einem wichtigen Wirtschaftsakteur sowohl in Lateinamerika als auch weltweit entwickelt. Brasiliens rasanter Aufstieg an die Spitze ist auf eine Reihe von wichtigen politischen Maßnahmen zurückzuführen, die die brasilianische Wirtschaft ankurbelten und ausländisches Kapital anzogen. Gezielte Investitionen in die Infrastruktur und die Reduzierung regulatorischer Hürden zählen zu den Gründen, warum die brasilianische Wirtschaft stetig Zuwachsraten von über 5 % erzielt und sich mit einer Exportquote von 60 % zu den führenden zehn Volkswirtschaften der Welt entwickelt hat.
Neben vernünftigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen hat Brasilien ein weiteres As im Ärmel, das in naher Zukunft stetiges Wirtschaftswachstum sicherstellen wird: natürliche Ressourcen, insbesondere Energieressourcen. Aufgrund jüngster Kohlenwasserstofffunde vor der Küste Brasiliens sind die gesamten angenommenen Erdölvorkommen von 20 Milliarden Barrel auf rund 70 Millionen Barrel angestiegen. Dieser sprunghafte Anstieg nachgewiesener Ölreserven sowie die Tatsache, dass die inländische Energieerzeugung Brasiliens um 40 % zugenommen hat, während die Netto-Energieimporte um 21 % zurückgingen, zeigt, dass sich Brasilien von einem Netto-Energieimporteur zu einem Netto-Energieexporteur entwickelt. Diese Entwicklung zieht wiederum ausländisches Kapital an. Die ausländischen Direktinvestitionen in Brasilien haben sich im Zeitraum von 2009 (31 Milliarden US-Dollar) bis 2011 (71 Milliarden US-Dollar) mehr als verdoppelt, wobei ein großer Anteil dieser Investitionen im Bereich Energieerzeugung und –verteilung getätigt wird.
Der plötzliche Anstieg ausländischer Investitionen in den brasilianischen Energiesektor geht einher mit zunehmendem Interesse internationaler Produktionsunternehmen, die von dem Ölboom des Landes profitieren möchten. In den letzten zehn Jahren haben Shell, Chevron, Repsol, BP, Anadarko, El Paso, Galp Energia, Repsol, Statoil, BG Group, Sinopec, ONGC und TNK-BO Aktivitäten in Brasilien aufgenommen, wodurch sich die Gesetzgeber in Brasilien gezwungen sehen, darüber nachzudenken, ob und wie sie den Markt regulieren, um nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten. Die Schwierigkeit eines solchen Unterfangens ist offensichtlich: Während die Gesetzgeber die Interessensgruppen der lokalen Regierungen und heimische Produzenten beruhigen müssen, die Angst haben, dass externe Konsortien brasilianische Unternehmen vom Markt verdrängen und dabei fragile Ökosysteme zerstören, muss Energieminister Edison Lobao gleichzeitig den Interessen ausländischer Investoren Rechnung tragen.
Derzeit scheint es, dass Lobao versucht, eine Balance zu finden. Während das Land auf der einen Seite Investoren anzieht und hierfür die Infrastruktur verbessert, die Korruption eindämmt und qualifizierte Arbeitskräfte ausbildet, dominieren strenge Umweltauflagen mit hohen Geldstrafen die leichtfertigen Offshore-Aktivitäten. 2012 beispielsweise wurde gegen Chevron eine Geldstrafe von 17 Millionen US-Dollar verhängt, da das Unternehmen die strengen Auflagen hinsichtlich der Umweltauswirkungen von Ölbohrungen in Küstenbereichen nicht eingehalten hat. Darüber hinaus sind ausländische Unternehmen mit Aktivitäten in Brasilien verpflichtet, sich in Zusammenarbeit mit brasilianischen Unternehmen von Prüfstellen zertifizieren zu lassen. Aufgrund dieser Vorschriften gehen viele ausländische Unternehmen Kooperationen und Joint Ventures mit lokalen Unternehmen ein, die mit der rechtlichen Lage meist besser vertraut sind. Um ihre Projekte in Brasilien sowohl auf Mikro- als auch auf Makroebene auf eine solide Grundlage zu stellen, beauftragen viele Explorations- und Produktionsunternehmen ein spezialisiertes Übersetzungsunternehmen, das problematische Aspekte handhabt, bevor sie sich zu kostspieligen Problemen entwickeln. Durch den Einsatz eines anerkannten Übersetzungsunternehmens, das die geschäftlichen Anforderungen, insbesondere im Energiesektor, kennt, können viele Probleme von vorneherein vermieden werden, wodurch der Investor Zeit und Geld spart.
EVS Translations ist ein internationaler spezialisierter Übersetzungsdienstleister für die Öl- und Gasindustrie mit mehr als 20 Jahren Erfahrung. Sie profitieren von über 100 internen Mitarbeitern, darunter qualifizierten Fachübersetzern, die Ihre Branche kennen. Erstklassiges Projektmanagement und ausgezeichnete Prozesse gewährleisten, dass Ihre Projekte kostenoptimiert über einen Ansprechpartner abgewickelt werden.
Georisiken: das Unkontrollierbare kontrollieren
Die Grenzen der Öl- und Gasindustrie liegen in unwirtlichen Gegenden. Alaska, Kanada und die Nordsee werden weiterhin wichtige Produktionsstätten bleiben und zukünftige Grenzen wie die Arktis stellen noch größere Herausforderungen für Mensch und Maschine dar. Das Amauligak-Feld in der kanadischen Beaufort-See bietet zum Beispiel Flachwasser, Öl und Gas, ist jedoch nahezu das gesamte Jahr von einem Eismeer umgeben, sodass der Transport des geförderten Öls zu den nordamerikanischen Raffinerien nur mittels Eisbrechern erfolgen kann. Europas größte Gasverflüssigungsanlage im norwegischen Hammerfest hat mit anderen Problemen zu kämpfen. Die salzhaltige Luft und die extremen Winde zwingen die Mitarbeiter, Gesichtsmasken zum Schutz vor Erfrierungen zu tragen, und machen die Wartung der Freileitungen der Verflüssigungsanlage zu einem ganzjährigen Projekt.
EVS Translations erhält die Zertifizierung nach ISO 9001:2008 und EN 15038 für Qualitätsmanagement
Bei Übersetzungen ist es schwierig die Spreu vom Weizen zu trennen. Ein Übersetzungsunternehmen zu finden, das eine garantiert hohe Qualität der Übersetzungen leistet, ist schwierig und zeitraubend. Ein Gütesiegel hilft!
Das internationale Übersetzungsunternehmen EVS Translations hat im Januar 2013 die Zertifizierungen nach ISO 9001:2008 und DIN EN 15038 vom TÜV Rheinland erhalten. Die DIN EN 15038 ist ein internationaler Qualitätsstandard für Übersetzungsunternehmen, der eindeutige Kriterien für das Erreichen und die Bewertung höchster Qualität bei Übersetzungsdienstleistungen für deren Anbieter und ihre Kunden gleichermaßen festlegt.
weiterlesenLingua Democratica
Seit der Veröffentlichung von Charles Darwins „Die Entstehung der Arten“ im Jahre 1859 wurden seine Theorien oft kontrovers diskutiert. Es verwundert nicht, dass es angesichts dieser Meinungsverschiedenheiten zum Ursprung der Menschheit so viele verschiedenen Ansichten zum Ursprung der Sprache gibt. Noam Chomsky ist ein Vertreter der Diskontinuitätstheorie. Chomsky zufolge hat sich der Sprachgebrauch beim Menschen nicht über einen schrittweisen Prozess entwickelt; er vertritt die Ansicht, dass eine einzige zufällige Mutation in einem Individuum vor ungefähr 100.000 Jahren die Sprachfähigkeit im Menschen entzündete. Plötzlich und unverhofft nutze ein Mensch anstatt Lauten die Sprache. Eine „Urknalltheorie“ für die Linguistik und das menschliche Gehirn.
Sollte diese Theorie stimmen und die Sprache mit dem grundlegend neuen Klang einer einzigen Stimme begonnen haben, so sind unsere heutigen Sprünge nach vorne auf einen globalen Chor von Stimmen zurückzuführen, von denen einige Stimmen unterschiedliche Variationen geläufiger Sprachen sprechen.
Die Macht der Übersetzung – die Präsidentschaftswahlen in den USA und die Herausforderungen einer mehrsprachigen Gesellschaft
Ein alter Wahlspruch bekundet „es kommt nur darauf an, wer bei den Wahlen erscheint.“ Heutzutage sind Wahlen heiß umkämpfte Angelegenheiten, bei denen Kandidaten versuchen die breitest mögliche Zahl von Wählern anzusprechen und mit dem Versuch ihre Befürworter zur Wahlurne zu führen in zunehmendem Maß Finanzmittel ausgeben. Der am stärksten zunehmende Teil der U.S. Wählerschaft, ist die halbe Million ausländischer Bürger, die jährlich das Stimmrecht zur Teilnahme an den Wahlen erhalten. Während sowohl Demokraten als auch Republikaner erkannt haben, dass es wenn es hart auf hart kommt äußerst wichtig ist, in der Lage zu sein die Stimmen der Minderheiten zu mobilisieren, tun sich beide Pateien noch immer schwer damit effektiv mit diesen Wählern zu kommunizieren, da ihre Muttersprache nicht Englisch ist. Die Präsidentschaftswahl im November hat beispielsweise erneut die wachsende Macht der Stimmen der amerikanischen Bürger lateinamerikanischer Herkunft gezeigt, aber ebenso deutlich die tief greifenden Mängel unseres Wahlsystems aufgedeckt, Bürger mit sprachlichen Barrieren erfolgreich in den demokratischen Prozess zu integrieren.
Alte Fesseln abschütteln: Die Paneuropäische Ölpipeline (PEOP)
Da der Energiebedarf steigt, liegt es auf der Hand, dass Europa sich nicht weiterhin auf mangelhafte, alternde Pipelines verlassen kann, um die Lieferung von Öl- und Gasprodukten zu sichern. Es ist eine unabwendbare Realität, der sich europäische Regierungen und Importeure nun scheinbar endlich stellen, dass Europa neue Wege finden muss, um die Kapazitäten sicher zu erhöhen und sich gleichzeitig von ihrer Abhängigkeit von alternden Versorgungsleitungen aus dem Osten zu befreien. Ein naheliegender Weg, um dieses Ziel zu erreichen, besteht darin, die Konstruktion von effizienten und sicheren Energieversorgungsleitungen entlang alternativer Versorgungsrouten voranzutreiben.
Neben dem Problem der Qualitätsminderung der Rohrleitungen und der daraus resultierenden Versorgungsprobleme besteht der geopolitische Aspekt der europäischen Energieversorgungskette. Eine Erhöhung der Pipelineanzahl aus einem breiteren Spektrum an Quellen würde dazu beitragen, Europas derzeitige Abhängigkeit von potenziell unstabilen Partnern in Nahost zu verringern und den überwältigenden Einfluss von Russland einzuschränken.
weiterlesenUnter dem Polarstern: arktische Gewässer sollen LNG-Versorgungsrouten revolutionieren
Die norwegische LNG-Anlage in Hammerfest ist Europas erste Exportanlage für gekühltes, verflüssigtes Erdgas (Liquefied Natural Gas) und die erste und weltweit nördlichste Erdgasverflüssigungsanlage. Ohne Oberflächeninstallationen und feste oder schwimmende Einheiten umfasst die Installation Unterwasser-Produktionsanlagen sowie eine 143 km lange Pipeline, die Erdgas zur Verflüssigung und für den Export zum Festland transportiert. Die jährliche Anlagenkapazität von 4,3 Mio. t an LNG basiert auf einem Verflüssigungsprozess, der für arktische Bedingungen optimiert ist – dem sogenannten MFC-Verfahren (Mixed Fluid Cascade process) zur Grundlastproduktion von LNG.
Eldorado Reloaded: Der Rausch nach schwarzem Gold in Kalifornien
In den vergangenen Wochen versteigerten Staatsbeamte nahezu 8.094 ha an Bohrlizenzen und Ölpachtverträgen im kalifornischen Monterey, San Benito und Fresno County. Diese ausgedehnten urwüchsigen Flächen des ländlichen Kaliforniens waren bisher in erster Linie für ihre Tierwelt und Weinberge bekannt. Aber sie beherbergen auch eines der größten Vorkommen an Schieferöl des Landes. Insgesamt dürften die Schieferölressourcen des Staates, der sich vom östlichen Rand des Silicon Valley bis Kern County erstreckt, viermal so viel technisch förderbares Erdöl als die derzeit größte Förderungsstätte, die Bakken-Formation in North Dakota und Montana erzielen. Es wird geschätzt, dass die Monterey-Formation mindestens 15,4 Milliarden Barrel Rohöl enthält und, dass im Gegensatz zu den Ölfeldern in North Dakota nicht unbedingt ein hydraulisches Aufbrechen erforderlich ist, um die Ressourcen vollständig auszuschöpfen. Dadurch dass Ölgesellschaften einfachere und somit billigere vertikale Brunnen in einigen Bereichen der Monterey-Formation einsetzen können, erscheint Kaliforniens Ölregion vielversprechender und profitabler als vergleichbare Projekte.
Handel und Übersetzungsmarkt in Russland
Russlands Beitritt in die Welthandelsorganisation war lange fällig. Am 22. August hatte das Warten ein Ende. Nach Abschluss der längsten Beitrittsverhandlungen ihrer Geschichte ist nun auch Russland Mitglied der Welthandelsorganisation. Die politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der WHO-Mitgliedschaft Russlands sind kaum zu überschätzen. Über ein Jahrzehnt lang war die siebtgrößte Wirtschaftsmacht der Welt das einzige Mitglied der G8, das nicht der WHO angehörte, und russische Ökonomen hoffen angesichts der neuen Möglichkeiten, die der Beitritt bereithält, auf einen Wirtschaftsaufschwung für die nahe Zukunft. Einige optimistische Stimmen in der politischen Elite des Landes sagen bereits ein Wirtschaftswunder für Russland hervor, das dem Aufschwung der Wirtschaft Chinas nach seinem Beitritt in die WHO in nichts nachstehe. Objektive Beobachter der russischen Wirtschaft sehen die unmittelbaren Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes hingegen weniger optimistisch.
Russlands wirtschaftliche Expansion und Sprachbarrieren
Die häufigste Assoziation zum Thema Russland und Wirtschaft ist der Energiesektor mit seinen Großkonzernen wie Lukoil oder Gazprom. Aber auch über diese globalen Energie-Akteure hinaus ist es der russischen Wirtschaft gelungen, in vielen verschiedenen Bereichen großflächig zu expandieren. Beleg hierfür ist das Volumen an ausländischen Direktinvestitionen (ADI). Obwohl die Ölpreise extremen Schwankungen unterliegen und der Preis für Erdgas gesunken ist, ist die Anzahl der ausländischen Direktinvestitionen in Russland stark gestiegen – nach Angaben des Föderalen Statistikdiensts Russlands alleine in 2011 um ungefähr 191 Mrd. $. Im Gegenzug lagen die ausländischen Direktinvestitionen russischer Unternehmen im ersten Quartal 2011 bei 19 Mrd. $. Diese Zahlen zeigen, dass die sich reformierende russische Wirtschaft immer attraktiver für ausländische Investoren wird und russische Unternehmen immer stärker in ausländischen Direktinvestitionen involviert sind.

